Seniorentelefon – Hilfe für ältere Menschen bei persönlichen Problemen Gewalt gegen ältere Menschen ist in unserer Gesellschaft gegenwärtig, doch weit(est)gehend tabuisiert. Dabei verlangt das Thema Gewalt gegen ältere Menschen genauso öffentliche, sachliche Aufklärung wie beispielsweise Gewalt gegen Kinder, Frauen und anderen Personengruppen. Ältere Menschen sind vielen Problemen ausgesetzt wie - sozialer Isolation
- Vernachlässigungen
- vielfältigen Einschüchterungen und Bedrohungen
- finanzieller Übervorteilung
- körperlicher und seelischer Misshandlung
Doch Anlaufstellen für Betroffene dieser Probleme - wie sie es beispielsweise für Kinder/ Jugendliche und Frauen gibt (z.B. Krisentelefone, Frauenhäuser…) - sind rar. Das Seniorentelefon im Gesundheitshaus Gelsenkirchen ist ein Ansatz diese Lücke zu schließen und Gewalt gegen ältere Menschen zu thematisieren. Das mit einer ausgebildeten Fachkraft besetzte Seniorentelefon arbeitet mit Berufsgruppen und Institutionen wie Alten-/ Pflegeheimen, Beratungsstellen, Polizei, Ärzten, Sozialarbeitern, Anwälten, Betreuern, Krankenhäusern usw. zusammen und - hört verständnisvoll zu
- leistet Hilfe zur Selbsthilfe
- vermittelt Kontakte für praktische Hilfen
- bezieht auf Wunsch andere Fachkräfte wie z.B. Ärzte, Anwälte usw. mit ein
und will - gesellschaftliche Tabus aufbrechen
- Präventions- und Interventionsmöglichkeiten entwickeln
- Gewalttaten bzw. deren Wiederholung vermeiden
- ,dass betroffene Rat suchen, bevor die Situation eskaliert
Das Seniorentelefon ist montags und mittwochs von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr sowie donnerstags von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr zu erreichen unter: Telefon: (0209) 982 23 23 Das Seniorentelefon ist ein Modellprojekt der Fachhochschule Münster in Zusammenarbeit mit dem Landespräventionsrat Nordrhein-Westfalen und dem Gesundheitshaus Gelsenkirchen e.V.. Weitere Informationen zum Seniorentelefon: Die Maria und Hermann Linnemann Stiftung hat das Seniorentelefon in Gelsenkirchen im Januar 2005 mit 2.500 Euro unterstützt. |